22. Ostschweizer Biomarkt in Weinfelden:Schlemmen, schlendern und schwätzen

Am 29. August fand in Weinfelden der 22. Ostschweizer Biomarkt statt. Von Aroniasaft über Wildstauden bis zu Getrocknetem aus dem Gemüsebeet gab es ein reichhaltiges Angebot für alle Liebhaber von biologischen Produkten. Toggenburger Ziegen zum Anfasssen, Blumenkränzlli zum Binden und musikalische Klänge rundeten den Markt ab.
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Gelb, rot oder grün gestreift: Schon beim ersten Rundgang durch den Ostschweizer Biomarkt fällt die beeindruckende Vielfalt auf. Tomaten in verschiedenen Formen und Farben liegen neben roten und goldgelben Zwiebeln und frisch gepflücktem Obst. Dabei geht es nicht nur ums Verkaufen. Wer möchte, erfährt auch, wie ein Gemüse-Abonnement mit Hauslieferung funktioniert oder wann das nächste Hoffest stattfindet. Überall spürt man: Hinter den Produkten stehen Menschen, die mit viel Herzblut und Überzeugung arbeiten.

Genuss und Engagement an jedem Stand

Viele Besucherinnen und Besucher kennen die Produzenten persönlich und erscheinen bereits vor Marktbeginn, um sich die begehrtesten Produkte zu sichern. Während die ersten Einkäufe getätigt werden, laufen an anderen Orten die Vorbereitungen für das Mittagessen. In einem Lehmofen werden Pizza und Flammkuchen eingeheizt, daneben werden Grills für saftige Hamburger vorbereitet. Besondere Aufmerksamkeit ziehen auch Laura und Bigna auf sich. Die beiden Oberstufenschülerinnen füllen mit grossem Einsatz Crêpes nach Kundenwunsch. Dass vor ihrem ersten Auftritt eine gehörige Portion Nervosität mitspielte, glaubt man ihnen angesichts ihrer souveränen Arbeit kaum.

Abwechslungsreiches Rahmenprogramm

Der Biomarkt lebt von seiner ungezwungenen und herzlichen Atmosphäre. Man trifft bekannte Gesichter vor und hinter den Marktständen, führt einen Schwatz mit langjährigen Bekannten oder entdeckt neue Angebote. Neben Lebensmitteln bereichern Handwerksarbeiten das Marktgeschehen. Holzspielzeug, Schmuckstücke und geschnitzte Löffel aus Hartriegel oder Hainbuche zeugen von grossem handwerklichem Geschick. Ebenso vielfältig sind die Informationsangebote. Fachleute berichten über die Wiederansiedlung von Glühwürmchen oder über Projekte im Vogel- und Fledermausschutz. Wer selbst aktiv werden möchte, kann T-Shirts bedrucken oder Blumenkränze binden. Grossen Anklang findet auch das Märlizelt von Huguette Schwager und die Toggenburger Ziegen von Martin Brändle aus Märstetten.

Musik und Lebensfreude

Zur besonderen Stimmung tragen die musikalischen Beiträge bei. Die Klänge von «Calalú karibischer Eintopf» mit Hanspeter Egloff und Daniel Breitenmoser sorgen ebenso für gute Laune wie die Auftritte des Trios Unerschrocken mit Sonja Morgenegg, Michael Berweger und Guillaume André. Folkloristische Töne verschmelzen hier mit musikalischen Einflüssen aus aller Welt zu einem stimmungsvollen Erlebnis. Die Musik lädt zum Verweilen, Zuhören und manchmal sogar zum Mitschwingen ein. Genau diese Mischung aus Genuss, Begegnung und Kultur macht den Ostschweizer Biomarkt so besonders. Wer einmal da war, versteht schnell, weshalb viele Besucherinnen und Besucher Jahr für Jahr gerne wiederkommen.

Bildlegende:

  1. Tomaten in allen Farben und Formen wurden von den hiesigen Bauern angeboten.
  2. Auch Kulinarisches kam nicht zu kurz. Laura und Bigna stellen Crêpes mit Emmermehl her und verkauften sie mit verschiedenen Füllungen.
  3. Die Musikgruppe mit Sonja Morgenstern begeisterte mit ihrer Musik.
  4. Das ideale Marktwetter lockte viele Gäste an den Biomarkt in Weinfelden
  5. Toggenburger Ziegen aus dem Thurgau bereicherten den Markt.
  6. Neben erntefrischen Produkten gab es auch ein Rahmenprogramm. Besonders beliebt war das Herstellen von farbenfrohen Blumenkränzen.
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