Beerenflurgang Ostschweiz – Blick über den Rhein

Am 8. April 2025 luden Bio Ostschweiz und die St. Galler Beerenvereinigung zum Ostschweizer Beerenflurgang ein. Dieses Mal ging es nach Österreich, genauer gesagt nach Dornbirn zum Winderhof. Der Start der Veranstaltung war auf den Erdbeerfeldern des Betriebs, dort gab Manuel Kirisits-Steinparzer von Bio Austria Vorarlberg eine kurze allgemeine Einführung
Erdbeeren

Dieses Mal ging es nach Österreich, genauer gesagt nach Dornbirn zum Winderhof. Der Start der Veranstaltung war auf den Erdbeerfeldern des Betriebs, dort gab Manuel Kirisits-Steinparzer von Bio Austria Vorarlberg eine kurze allgemeine Einführung über die Bioproduktion in Vorarlberg und Österreich. Im Vergleich zur Schweiz spielen Sonderkulturen in Österreich nur eine untergeordnete Rolle.

Die Betriebe in Vorarlberg setzen hauptsächlich auf Direktvermarktung, da hier auch bei kleinen Flächen eine gute Wertschöpfung gegeben ist. Nach diesem kurzen Überblick wurden die Teilnehmenden von Martin Winder, einer der zwei Brüder des Winderhofs, ursprünglich gelernter Tischler und nun für die Vermarktung und die Verarbeitung am Hof zuständig. Die Erntezeit erstreckt sich von Mai bis Oktober, angebaut werden rund 20 ha Obst und Gemüse in naturnaher Wirtschaftsweise, darunter Spargel, Rhabarber, Erdbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Zwetschgen und Kürbisse. Alles, was nicht verkauft wird, wird in der hauseigenen Manufaktur zu Sirup, Marmelade, Kompott, Saft, Essig, Dörrobst, Likör und anderen Produkten im Glas verarbeitet. Um möglichst lange Erdbeeren in der Direktvermarktung anbieten zu können, baut der Betrieb 12 verschiedene Sorten an. Ausserdem werden Tunnel sowie Vlies zur Verfrühung eingesetzt. Die eigenen Produkte werden im Hofladen sowie zwei Mal die Woche am Markt verkauft, ein Grossteil der eigenen Produktion kann so direkt vermarktet werden.

Der optisch sehr ansprechende Hofladen wurde gemeinsam mit einem befreundeten Architekten geplant und von den Betriebsleitern eigenhändig realisiert.

Neben der landwirtschaftlichen Produktion vermietet der Winderhof Studentenapartments: «Ernas Haus» welches sich direkt gegenüber dem Hof befindet und 18 Studenten beherbergt. Die Bauweise ist typisch für die Region mit den steilen Dächern mit geknickten Giebeln und hat bereits einige Architekturpreise gewonnen. Nach dem informativen Teil der Veranstaltung gab es einen Apéro mit Erfahrungsaustausch im Stadel. Es wurden verschiedene hausgemachte Sirupe, Himbeersekt und belegte Brötchen angeboten. Im Namen von Bio Ostschweiz und der St. Galler Beerenvereinigung möchten wir uns nochmals herzlich für die zahlreiche Teilnahme sowie die Gastfreundschaft des Betriebs bedanken und freuen uns auf den nächsten fachlichen Austausch.

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