Text: Lukas Keller Uttwil
Nebst der Tafelobstproduktion gehören zum Betrieb auch Mostobst, Tafeltrauben, Ackerbau und die Kompostierung von Grüngut. Der Betriebsrundgang führte in eine Mostobstanlage mit Re-Sorten. Roman erklärte, dass auch die sogenannt resistenten Sorten genügend Pflanzenschutz, gerade wegen Schorf, benötigen. Die Sorte Rewena beispielsweise ist auch sehr anfällig für die Sägewespe, welche auch extra behandelt werden muss. Gerade dieser Schädling ist heimtückisch da er von Jahr zu Jahr sehr unregelmässig und auch sehr lokal auftritt. Henauers testen auch laufend Sortenneuheiten im Tafelobst. Diese verkaufen sie u.a. in ihrem Hofladen und sehen sofort wie diese bei den Konsumenten ankommen.
Sonja Züst vom Arenenberg berichtete über die aktuellen Pflanzenschutzmassnahmen mit Schwerpunkt Schorf und Wickler.
Nach der Betriebsbesichtigung gab Delia Schenk von Andermatt Biocontrol einen Mauserkurs. Sie erläuterte die Lebensweise der verschiedenen Mäusearten und erklärte die Topcat Mäusefalle im Detail. Beim Stellen der Topcat-Falle sollte darauf geachtet werden, dass der Gang frei von loser Erde ist, diese kann sonst von der Maus in die Falle gestossen werden noch bevor die Maus drin ist und zuschnappt. Ein früher Start in die Mauser Saison lohnt sich auf alle Fälle. Am besten wird das Mausen mit einer sonst anstehenden Arbeit in der Parzelle kombiniert. So können die Fallen laufend kontrolliert und geleert werden. Auch sollten die Fallen von Zeit zu Zeit gereinigt werden.
Abgerundet wurde der interessante Abend bei gemütlichem Beisammensein in der Scheune.





