Austauschformate für Bio-Geflügelbetriebe im Thurgau –Rückblick und Ausblick

In den vergangenen Monaten fanden im Kanton Thurgau mehrere Austauschformate für Bio-Eier-Produzenten sowie Bio-Junghennen-Aufzüchter statt. Ziel dieser Treffen war es, den Dialog innerhalb der Branche zu stärken und aktuelle Herausforderungen rund um die neuen Rahmenbedingungen «Alle Küken sollen leben» gemeinsam anzugehen.
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Austausch Bio-Eier-Produzenten

Für die ersten Treffen wurden sämtliche Bio-Eier-Produzenten – vom kleinen Direktvermarkter bis zum grossen Betrieb – sowie die Bio-Junghennen-Aufzüchter direkt eingeladen. Viele grössere Thurgauer Eierproduzenten nutzten die Gelegenheit, während kleinere Betriebe weniger vertreten waren.
Ein zentrales Thema war der Ausstieg aus dem Kükentöten. Die Diskussionen verliefen engagiert und teilweise kontrovers. Da die Teilnehmenden für unterschiedliche Organisationen produzieren, prallten verschiedene Erfahrungen und Einschätzungen aufeinander. Der Bedarf, sich offen
auszutauschen und die eigene Sichtweise einzubringen, war deutlich spürbar.
Auch fachlich zeigte sich rasch, dass die neuen Bedingungen – etwa neue Rassen oder längere Umtriebe – zahlreiche Fragen aufwerfen. Die Gruppe sammelte eine umfangreiche Themenliste, die künftig vertieft werden soll.

Anlass für kleine Direktvermarkter: Kalkulation Bio-Eier

Für kleinere Bio-Eier-Produzenten mit Direktvermarktung wurde gemeinsam mit der Bio-Beratung Thurgau ein eigener Anlass organisiert. Im Zentrum standen die Kostenkalkulation der Eierpreise sowie die Kommunikation gegenüber Kundinnen und Kunden unter den neuen Bedingungen «Alle Küken sollen leben». Der Austausch zeigte deutlich, dass die Fragestellungen kleiner Betriebe
anders gelagert sind und spezifische Rahmenbedingungen benötigen.

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