Der Bio-Ackerbauring Ostschweiz, finanziert durch Bio Suisse, fördert den Erfahrungsaustausch unter Bio-Landwirten durch Fachveranstaltungen, Feldbegehungen und individuelle Beratung. Der Fokus liegt auf der Wissensvermittlung, der Klimaanpassung und der Gewinnung neuer Flächen für den biologischen Anbau. Landwirte aus den Schweizer Kantonen SG, Graubünden, Thurgau und dem Land Liechtenstein tauschen sich in regelmässigen Abständen zu Bioackerbauthemen aus. 2026 wurde am Flurgang in Liechtenstein schwerpunktmässig der Anbau von Körnerleguminosen und die Praxisergebnisse aus dem Forschungsprojekt Erdmandelgras vorgestellt.
Besichtigt wurden schwarze Bohnen in Balzers vom Landwirt Karl Frick. An den Anfangs Juni gesäten Bohnen wurde zudem der erste Hackdurchgang mit der Rollhacke vorgeführt. Auf den Feldern von Georg Frick wurde der erste Anbau von Winterlinsen in Mischkultur mit Wintereiweisserbsen besichtigt. Weiters wurde erstmals auf einem Feld der Mischanbau von Käferbohne und Körnermais im Bioanbau vorgestellt. Eine Herausforderung dabei ist vor allem die Wahl vom richtigen Saatzeitpunkt der beiden Kulturen und die Unkrautbekämpfung (blindstriegeln und hacken). Abgeschlossen wurde der Flurgang auf dem Feld von Samuel Schierscher, welcher Sojabohnen in Breitsaat mit Getreidesämaschine und mit Striegeln anbaut.



Die Ergebnisse der Erdmandelgrasregulierung im Biolandbau wurden vorgestellt. Eine mehrjährige Schwarzbrache bewirkt in Relation zum Ausgangsbefall einen signifikanten Rückgang der Anzahl Erdmandeln. Eine wirkungsvolle Reduktion ist bereits nach 1 bis 2 Jahren feststellbar und die Massnahme wird auf Grund der negativen Effekte auf Flächen bei starkem Befall empfohlen. Das Merkblatt und ein Video findet man unter: https://www.fibl.org/de/infothek/meldung/neues-merkblatt-und-video-zur-bekaempfung-des-erdmandelgrases-ohne-herbizide
Die nächste Veranstaltung vom Bioackerbauring Rheintal findet am 27. August auf dem Betrieb von Martin Frehner statt. Gezeigt wird der FiBL-Versuch mit fünf verschiedenen Untersaatenmischungen im Mais, Weizen und Kürbis. Über die Projekte «Climate Farm Demo» und «CO₂-Kompensation mit Humusaufbau – Gemeinsam für fruchtbare Böden» wird informiert.
Auskunft: Barbara Beck Wörner (LZSG), Andres Weber (kba), Florian Bernardi (kba)





